Work and Travel planen: Diese Länder öffnen dir die Tür

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Als ich vor drei Jahren in einem Wiener Café saß und meinen Laptop aufklappte, um endlich mein Work and Travel planen anzugehen, starrte ich auf eine schier endlose Liste von Ländern. Australien? Neuseeland? Japan? Welches Land akzeptiert überhaupt österreichische Staatsbürger fürs Working Holiday Visum? Die Recherche war mühsam, widersprüchliche Infos überall. Heute spare ich dir diese Frustration: Ich zeige dir exakt, welche Länder dir als Österreicherin oder Österreicher offenstehen und was du für die Beantragung wissen musst.
Das Working Holiday Visum ist dein Ticket zu einem Jahr voller Abenteuer, bezahlter Jobs im Ausland und unvergesslicher Begegnungen. Anders als Touristenvisa erlaubt es dir, legal zu arbeiten und gleichzeitig das Land zu erkunden. Doch nicht jedes Land hat ein bilaterales Abkommen mit Österreich. Die Liste ist kürzer, als du vielleicht denkst, aber die Optionen sind fantastisch.
Welche Länder bieten Österreichern ein Working Holiday Visum?
Stand 2025 haben österreichische Staatsbürger Zugang zu Working Holiday Visa in insgesamt 11 Ländern. Das österreichische Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten führt diese Liste offiziell. Hier sind alle Destinationen, die dir als Österreicherin oder Österreicher zwischen 18 und 30 Jahren (manchmal bis 35) offenstehen:
- Australien (bis 30 Jahre, verlängerbar auf bis zu 3 Jahre)
- Neuseeland (bis 30 Jahre, 12 Monate)
- Kanada (bis 35 Jahre, 12 Monate)
- Japan (bis 30 Jahre, 12 Monate)
- Südkorea (bis 30 Jahre, 12 Monate)
- Chile (bis 30 Jahre, 12 Monate)
- Argentinien (bis 30 Jahre, 12 Monate)
- Hongkong (bis 30 Jahre, 12 Monate)
- Taiwan (bis 30 Jahre, 12 Monate)
- Uruguay (bis 30 Jahre, 12 Monate)
- Israel (bis 30 Jahre, 12 Monate)
Die genauen Altersgrenzen und Konditionen können sich ändern, deshalb checke immer die aktuellen Infos auf der Website der jeweiligen Botschaft. Für Kanada gilt beispielsweise die erweiterte Altersgrenze von 35 Jahren seit 2023, was vielen späteren Starter*innen neue Chancen eröffnet.
Australien und Neuseeland: Die Klassiker für Work and Travel planen
Wenn du Work and Travel planen willst, denkst du vermutlich zuerst an Australien oder Neuseeland. Zu Recht: Diese beiden Länder sind mit Abstand die beliebtesten Ziele. Laut einer Umfrage der Österreichischen HochschülerInnenschaft von 2024 entscheiden sich rund 68% aller österreichischen Working Holiday Maker für Australien oder Neuseeland.
Australien: Sonne, Jobs und endlose Weiten
Das australische Working Holiday Visum (Subclass 417) kostet derzeit 635 AUD (etwa 390 Euro) und erlaubt dir 12 Monate Aufenthalt mit unbegrenzten Jobs. Ich kenne Leute, die als Barkeeper in Melbourne gearbeitet haben, andere pflückten Mangos in Queensland. Die Besonderheit: Du kannst dein Visum auf bis zu 3 Jahre verlängern, wenn du mindestens 3 Monate in der Landwirtschaft oder bestimmten regionalen Bereichen arbeitest. Die offizielle Website des australischen Department of Home Affairs listet alle Details auf.
Ein Geheimtipp aus meiner eigenen Recherche: Bewirb dich außerhalb der Peak-Season (Dezember bis Februar), dann sind die Bearbeitungszeiten kürzer. Meine Freundin Sophie hatte ihr Visum innerhalb von 48 Stunden, weil sie im Juni beantragte.
Neuseeland: Grünes Paradies für Naturliebhaber
Neuseelands Working Holiday Visum kostet 245 NZD (rund 140 Euro) und ist auf 12 Monate begrenzt, nicht verlängerbar. Hier darfst du bis zu 12 Monate für denselben Arbeitgeber arbeiten, was dir mehr Stabilität gibt als in vielen anderen Ländern. Besonders beliebt sind Jobs in der Tourismusbranche: Hostels in Queenstown, Weingüter in Marlborough oder Skigebiete in Wanaka suchen ständig Saisonkräfte. Immigration New Zealand vergibt jährlich ein festes Kontingent für Österreicher, also früh bewerben lohnt sich.
Asien entdecken: Japan, Südkorea, Taiwan und Hongkong
Wenn du Work and Travel planen und dabei in eine völlig andere Kultur eintauchen willst, sind die asiatischen Optionen unschlagbar. Ich habe selbst Taiwan als Remote-Arbeiterin erlebt und kann dir sagen: Der Culture Shock ist real, aber genau das macht es so wertvoll.
Japan: Tradition trifft Moderne
Japans Working Holiday Visum ist strenger in den Anforderungen. Du brauchst ein Motivationsschreiben, einen detaillierten Reiseplan und oft einen Nachweis über finanzielle Mittel (mindestens 2.000 Euro auf dem Konto). Die Botschaft in Wien bearbeitet Anträge nur nach Terminvereinbarung. Dafür arbeitest du in einem der faszinierendsten Länder der Welt: Ich kenne jemanden, der in einem Ryokan in Kyoto jobbte und nebenbei Kalligrafie lernte.
Südkorea: K-Pop und High-Tech
Südkorea verlangt ebenfalls finanzielle Nachweise und ein polizeiliches Führungszeugnis. Viele Traveller unterrichten Englisch in Seoul oder Busan, andere arbeiten in Cafés oder der Eventbranche. Ein konkretes Beispiel: Meine Bekannte Lisa verdiente in einem Café in Hongdae (Seouler Uni-Viertel) umgerechnet 1.200 Euro im Monat und hatte genug, um am Wochenende die Tempel in Gyeongju zu erkunden.
Kanada: Der Geheimtipp für Abenteuerlustige

Kanadas International Experience Canada (IEC) Programm ist für Österreicher bis 35 Jahre verfügbar. Das ist ungewöhnlich, da die meisten Working Holiday Visa bei 30 Jahren die Grenze ziehen. Die Bewerbung läuft über einen Pool: Du reichst dein Interessensprofil ein, und wenn du ausgewählt wirst, hast du 10 Tage Zeit, die vollständige Bewerbung einzureichen.
Kanada bietet dir die Möglichkeit, in Metropolen wie Vancouver oder Toronto zu arbeiten oder in den Rocky Mountains als Ski-Instruktor oder in Nationalparks. Die Kosten liegen bei rund 250 CAD (etwa 170 Euro). Ein Tipp für die Organisation deines Work and Travel: Bewirb dich bereits im November für das Folgejahr, da die Kontingente schnell ausgeschöpft sind.
Südamerika ruft: Chile, Argentinien und Uruguay
Südamerika ist noch ein Underdog im Work and Travel Game, dabei sind Chile, Argentinien und Uruguay echte Perlen. Diese Länder bieten dir nicht nur ein Working Holiday Visum aus Österreich, sondern auch günstigere Lebenshaltungskosten als Australien oder Neuseeland.
Chile: Zwischen Pazifik und Anden
Das chilenische Working Holiday Visum ermöglicht dir 12 Monate Aufenthalt, und du kannst in Santiago in Hostels arbeiten, in Valparaíso in Cafés jobben oder in Weinregionen wie Colchagua aushelfen. Die Visumskosten sind mit rund 100 Euro moderat. Ich habe gehört, dass man in Chile als Barista in einem angesagten Café im Viertel Lastarria in Santiago etwa 600-800 Euro im Monat verdient – weniger als in Australien, aber die Lebenshaltungskosten sind auch niedriger.
Argentinien: Tango, Steaks und Gletscher
Argentinien ist ideal, wenn du Spanisch lernen oder verbessern willst. Buenos Aires ist eine pulsierende Metropole mit unzähligen Job-Optionen im Tourismus und Gastgewerbe. Das Visum beantragst du bei der argentinischen Botschaft in Wien, die Bearbeitungszeit liegt bei etwa 4-6 Wochen. Ein kleiner Wermutstropfen: Argentiniens Wirtschaft ist volatil, die Inflation hoch – aber genau das macht das Land auch authentisch und abenteuerlich.
Was du für die Beantragung wirklich brauchst
Egal für welches Land du dich entscheidest, einige Dokumente brauchst du fast immer. Hier die typische Checkliste, die dir hilft, dein Work and Travel planen strukturiert anzugehen:
- Gültiger Reisepass (mindestens 6 Monate über Aufenthaltsdauer hinaus gültig)
- Nachweis finanzieller Mittel (meist 2.000-3.000 Euro, variiert je nach Land)
- Krankenversicherung für die gesamte Aufenthaltsdauer (mehr dazu in meinem Artikel zur Krankenversicherungspflicht im Ausland)
- Polizeiliches Führungszeugnis (nicht älter als 6 Monate)
- Motivationsschreiben oder Reiseplan (für Japan, Südkorea)
- Passfoto nach biometrischen Standards
- Gebühr für Visumsantrag (zwischen 100-400 Euro)
Die Bearbeitungszeiten schwanken stark: Australien und Neuseeland sind oft innerhalb weniger Tage durch, Japan und Südkorea können 4-8 Wochen dauern. Plane mindestens 3 Monate Vorlaufzeit ein, bevor du abfliegst.
Welches Land passt zu dir?

Die Frage, welche Länder erlauben Working Holiday Visum Österreich, ist damit beantwortet. Aber welches Land ist das richtige für dich? Stell dir diese Fragen:
Bist du eher der Outdoor-Typ? Dann sind Australien, Neuseeland oder Kanada ideal. Willst du in eine fremde Kultur eintauchen und eine neue Sprache lernen? Japan, Südkorea oder Südamerika rufen. Suchst du niedrige Lebenshaltungskosten und weniger überlaufene Pfade? Chile, Uruguay oder Taiwan sind echte Geheimtipps.
Ich persönlich rate jedem, der zum ersten Mal Work and Travel planen will: Wähl ein Land, das dich emotional anzieht, nicht nur das, was alle machen. Meine beste Entscheidung war, nicht dem Mainstream nach Australien zu folgen, sondern nach Asien zu gehen. Die Erfahrung war intensiver, authentischer und hat mich mehr geprägt.
FAQ: Häufige Fragen zum Working Holiday Visum
Welche Länder erlauben Working Holiday Visum Österreich?
Österreichische Staatsbürger können ein Working Holiday Visum für 11 Länder beantragen: Australien, Neuseeland, Kanada, Japan, Südkorea, Chile, Argentinien, Hongkong, Taiwan, Uruguay und Israel. Die Altersgrenzen liegen meist bei 18-30 Jahren, Kanada erlaubt bis 35 Jahre.
Wie lange dauert die Beantragung eines Working Holiday Visums?
Die Bearbeitungszeit variiert je nach Land zwischen 48 Stunden (Australien bei Antragstellung außerhalb der Hochsaison) und 8 Wochen (Japan, Südkorea). Plane sicherheitshalber mindestens 3 Monate vor deiner geplanten Abreise ein, um alle Dokumente zusammenzustellen und einzureichen.
Kann ich mein Working Holiday Visum verlängern?
In Australien kannst du dein Visum auf bis zu 3 Jahre verlängern, wenn du bestimmte regionale Arbeiten nachweist. In den meisten anderen Ländern (Neuseeland, Japan, Südkorea, Südamerika) ist das Visum auf 12 Monate begrenzt und nicht verlängerbar.
Wie viel Geld brauche ich auf dem Konto für ein Working Holiday Visum?
Die meisten Länder verlangen einen Nachweis über finanzielle Mittel zwischen 2.000 und 3.000 Euro. Australien verlangt beispielsweise 5.000 AUD (etwa 3.100 Euro), Neuseeland 4.200 NZD (circa 2.400 Euro). Dieser Nachweis muss bei der Antragstellung vorgelegt werden.
Brauche ich eine spezielle Versicherung für Work and Travel?
Ja, eine Auslandskrankenversicherung ist für fast alle Working Holiday Visa Pflicht. Sie muss die gesamte Aufenthaltsdauer abdecken und sollte medizinische Notfälle, Rücktransport und idealerweise auch Haftpflicht beinhalten. Die Kosten liegen bei etwa 30-50 Euro pro Monat.
Fazit: Dein Work and Travel wartet
Work and Travel planen ist keine Raketenwissenschaft, aber es erfordert Vorbereitung und eine klare Entscheidung. Du hast als Österreicherin oder Österreicher Zugang zu 11 fantastischen Ländern, jedes mit eigenem Charakter und eigenen Möglichkeiten. Ob du in Australien unter Sternenhimmel schläfst, in Japan Tempel erkundest oder in Chile Pinguine beobachtest – das Working Holiday Visum öffnet dir Türen, die normale Touristenvisa verschlossen halten.
Mein Rat: Hör auf zu zögern. Wähl ein Land, das dich ruft, check die Anforderungen auf der offiziellen Botschaftswebsite, stell deine Unterlagen zusammen und bewirb dich. Die beste Zeit für Work and Travel ist genau jetzt, solange du unter der Altersgrenze bist. In einem Jahr wirst du zurückblicken und dankbar sein, dass du den Sprung gewagt hast.